BAU:WERK

Kunst am Bau – Studienauftrag 

Volksschule Weissenbühl Bern

Alles, was erschaffen wird, besteht aus bereits vorhandener Materie. Neubauten fügen der Erde keine zusätzliche Masse hinzu; vielmehr werden bestehende Ressourcen neu kombiniert. Es entsteht kein völlig Neues – es wird umgebaut, verwandelt und neu angeordnet.

Für das Kunst-am-Bau-Projekt an der Schule Weissenbühl wird dieser Gedanke aufgegriffen, indem die vorhandenen Ressourcen als Grundlage genutzt und der Bau selbst zur Kunst erklärt wird. Die Vermittlung dieser Kunst bildet das eigentliche Kunst-am-Bau-Projekt.

Wie bei Ausstellungen, in denen Materialien und Werkangaben der Kunstwerke aufgeführt werden, wird auch die Schule Weissenbühl beschriftet. Baumaterialien, ihre Herkunft, Abmessungen und Zusammensetzung werden sichtbar gemacht. So entsteht eine Plattform, auf der Kinder die „Werke“ ihrer alltäglichen Umgebung entdecken können.

Die Schule selbst wird zur Ausstellung – das Gebäude und sein Außenraum werden zur Kunst und zum vielleicht grössten Kunstwerk der Welt.

Die Schule steht exemplarisch für nachhaltiges Bauen – und genau das soll auch „BAU:WERK“ widerspiegeln. Den Bau als „Readymade“ zu nutzen und für die Vermittlung ausschließlich nachhaltige Methoden zu wählen, ist die logische Konsequenz. So wird die Architektur selbst zum Medium der Kunst und trägt den Nachhaltigkeitsgedanken unmittelbar weiter.